Minutiae
Bilder * Texte * Gedanken

Länderschau II

  • Lago Maggiore (2016)
  • Mallorca im Frühling (2016)
  • Madeira (2015)
  • Flandern (2015)
  • Toskana (2014)
  • Mallorca im Winter (2013)
  • Kastilien (2013)
  • Italien (2011)
  • Türkei (2010)
  • Portugal (2009)


Lago Maggiore, April 2016


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Mallorca, März 2016


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Madeira, September 2015

Die Kurven der Levadas

 

Sie sind wohlgefasst,

in kühlen Stein, nicht tief,

selten gerade.
Sie schmiegen sich
in sanften Kurven an den Berg,
der steil herabfällt.
(Geben sie ihm Form?
Hat er sie ausgeformt?)
Ein kleiner Vorsprung nur, ein Sims,
auf dem Wasser spazieren geht.
Strömt.
Plätschert.
Die kleinen Fische schwimmen mit dem Strom.
Gebadet in Farben und Lichtspiele:

 

 

 

Schattenflecken spielen auf Flechtenvorhängen.

Farndecken fallen aus Felsspalten.

Ganz oben wohnen die lichten Eukalyptusbäume.

 

 

 

Im fernen Tal laufen Terrassen,

auch sie sind an den Berg geschmiegt

und geben ihm die jeweils eigne Schönheitskurve.
Nur wer mit ihr geht,
kann sie erspüren.  

 

 


Levada do Rei


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Pico Ruivo


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Pico Ruivo 

 

Ein rotes Plateau über den Wolken:

Die ersten Gipfelstürmer kommen gerade an,

durch Serpentinen hochgeschraubt, die eher
Parkalleen gleichen (nur viel schmaler),
am Rand blaue Hortensien und Natternköpfe
vor Eukalyptus und Lorbeer gesetzt. 

 

 

 

Ein breit getretner Weg führt hin zum Gipfel.

Die Landschaft wie gemalt:

Silbern glänzende Baumkrüppel im Mittelgrund
malen bizarre Schriftzeichen vor
in allen Arten Grüns gestaffelten Hintergründen.
Im Vordergrund mikroskopische Muster:
Farnzacken urtümlich mäandernd auf grauem Stein,
belebt durch blitzartig auftauchende und wieder
in Lücken verschwindende Eidechsenschwänze.   

 

 

 

Aufsteigende Nebelfelder

werfen großflächige Schattenbilder auf die Bergketten:

Rahmen aus Wolken geben Blicke frei auf Zwergenhäuser,
bevor die Nebel den Schleier wieder zuziehen:
frisch gewaschnes Weiß.
Und die Wolken bilden einen dichten Deckel aus Wattebäuschen.

 

 

 

Die Schwalben segeln leicht über alles hinweg,

sogar die Schmetterlinge können höher hinaus als wir.

Der Mensch aber braucht festen Grund unter den Füssen,
auch wenn er zum Gipfel über den Nebeln und Wolken strebt.
Plötzlich sprintet ein Jogger vorbei. Bergläufer, kurzbehost.
Schnell zum Gipfel. Ein Blick rundherum.
Und schnell wieder herunter.

 

 

 

Das Menschenleben ist ein Rennen.  

Wenn er nicht rennt, dann redet er. Der Mensch

ist das Tier, das redet. Sogar beim Laufen.
Wenn die Eidechsen schwätzen würden
bei ihrem Huschen über die warmen Steine,
abgehackte Sätze mit vielen Lücken dazwischen,
wechselwarm;
wenn die Ameisen laut stöhnten unter ihren Gewichten und
schimpften auf die Königin, das faule Stück;
welch Lärm!
Die Vögel, immerhin,
zwitschern gelegentlich. Sie haben einen Grund.

 

 

 

 Der Mensch aber muss alles sagen.

Als ob er platzen würde sonst

vor ungesagten Wörtern,
ungeteilten Bemerkungen,
unvermittelten Zuständen.
Als ob er nicht da wäre sonst,
formlos im Nebel wabernd
trotz der bunten Schuhe und Mützen,
als ginge er der Welt verloren sonst
muss er widersprechen, plappern, grosstun
bis auf den Gipfel. 

 

 

Die Berge schweigen. Steinern.

Welch ein Glück!

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Flandern, Mai 2015

Wasser und Himmel


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Giebel und Spitzen


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Bier


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Kunst am Bau


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Plastik


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Zoo Antwerpen


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Kultobjekte


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Toscana (August 2014) 

Pisa


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 Florenz Die Männer herrschen auf der Piazza della Signoria.
Auch wenn der Name weiblich klingt:
Firenze, von Flora, Göttin der Blumen und des Frühlings.
Flora jedoch hat sich versteckt, bei Botticelli,
nur leichte Kleidung, kluge Blicke, wenig Männer
sind im Garten. Frühlingslüfte
durchziehen die Uffizien.   

Auf der Piazza, draußensteht nun David,
etwas gelangweilt, casual, cool,
ein junger Gott des Übermuts.
(Wen interessiert schon Goliath, das Monster, der Verlierer?)
Kichernde Girlies schicken ihre Männer zum Posieren,
unter dem Schönen, Weichgelockten, sinnlich Schmollenden,
ein unfairer Vergleich: zu klein gerat'ne Davids,
auf die die Kameras der Handys zielen,
und nicht mal eine Schleuder ist zur Hand. 

Stirnrunzelnd schaut David auf Herkules,
auf dem Podest auch er, jedoch ein Mann,
die Muskeln und das Sixpack klar gezeichnet
den Blick tragisch umwölbt. So ist das Leben.
Man unterwirft. Mit Monstern muss man kämpfen,
immerfort, die Keule stets zur Hand, massiv,
im Unterschied zur jugendlichen Schleuder.
Die Touristen strömen, furchtlos, fremde Masse,
wie jeden Tag. Zum Glück steht man darüber. 

Skeptisch grüßt Neptun her von seinem Brunnen,
blickt auf David, den ungeratnen Sohn.
Er ist der Älteste der drei, ein König,
mit seinem wohl gepflegten Bart, gelassen
thront er über dem Blecken seiner Pferde.
Zu seinen Füssen liegen nackte Damen,
grünlich, üppig gebaut, doch deutlich kleiner.
Wasser umspielt sie sanft. Sonst spielen sie
nur Nebenrollen hier. Unbewaffnet. 

Daneben in der Loggia zeigt Perseus
Medusens abgehau'nen Schädel vor.
Der Leib scheint noch zu zucken,
auf dem er im Triumphe steht. Ein Sieger.
Das Blut spritzt aus dem abgetrennten Rumpf.
Niemand erstarrt mehr heutzutage,
höchstens noch auf dem Selfie: Schnappschuss!
Medusa war im Übrigen nicht sehr beliebt.
Zu schön. Athene nahm sich spät erst
ihrer geschändeten Genossin an
(ein Zickenkrieg, schon damals).
Medusens Kopf trägt sie jetzt auf dem Schilde,
die kluge Göttin. Klugheit
verschafft Respekt. Sogar bei Männern.
Kurzfristig jedenfalls. 

Die Löwen blicken sehr gelassen.
Zu viel haben sie schon gesehen.
Savonarola hat hier einst gebrannt.
Ein Bild ist überliefert,
seltsam verkleinert, wie ein Comic.
Ein Block rechts der Palazzo, düster, 
links abgeschnitten spickt der Dom hervor,
mittig der Scheiterhaufen.
Eher klein. Darüber hängen Männer
zum Rösten. Seltsam still.
Mehr noch werden herbeigebracht,
weiß das Gewand, ganz still auch sie,
geführt von Männern in spitzen Kapuzen.
(Wer sind hier eigentlich die Bösen?)
Zwei Bauern tragen Stroh heran,
damit das Feuer gut genährt wird.
Kinder spielen Fangen.
In Gruppen stehen die Bürger. Männer. Frauen
sind kaum zu sehen. Im Hintergrund vielleicht.
Nur wenige schau'n der Tragödie zu,
die hier für sie gegeben wird. Es gibt Wichtigeres
am Ende eines langen Tages.
Allein die Engel blicken nieder,
und zwischendurch vielleicht die Löwen. 


Lucca



Florenz


Chianti


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Siena


San Gimignano


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Montecatini


   

 

 

Weihnachten auf Mallorca
2013/14   

Palma


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Aludia


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Sineu


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La Seu

  

Kastilien 2013 

Segovia


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Aranjuez


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Toledo


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Salamanca


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Segovia


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s. auch: Städte / Madrid

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Italien 2011

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Sorrent


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Türkei 2010 

Ephesos


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Pamukkale


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Portugal, 2009  

Lissabon + Belem


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Porto


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Faro


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